Kurzportrait

Innovationen von Anfang an

Schon von Anfang an war die Unternehmensstrategie auf Innovation ausgerichtet. Zunächst produzierte Firmengründer August Claas, der die Firma 1913 ins Handelsregister eintragen ließ, zusammen mit seinen Brüdern Franz und Theo leistungsfähige Strohbinder. Ein verbesserter Knoter verarbeitete das damals schlechte Bindegarn sicher zu einem festen Knoten für die Strohbündel. 1936 ging dann der erste für europäische Ernteverhältnisse geeignete Mähdrescher in Serie. Seitdem ist der Mähdrescher untrennbar mit dem Namen CLAAS verbunden. Vor allem durch diese Maschine hat CLAAS seine internationale Größe und Bedeutung erreicht.

Weltweit über 11.000 Mitarbeiter in der Unternehmensgruppe
Insgesamt hat die CLAAS Gruppe in den letzten zwei Jahrzehnten eine außerordentliche Wachstumsphase erlebt. Der Umsatz erhöhte sich von etwa 500 Mio. € Anfang der 90er Jahre auf jetzt 3,8 Mrd. € (2018). CLAAS beschäftigt über 11.000 Mitarbeiter weltweit. Über 75 % seines Umsatzes erzielt das Unternehmen auf internationalen Märkten.

CLAAS Mähdrescher, Feldhäcksler und 4x4-Großtraktoren aus Harsewinkel (Deutschland)
Im CLAAS Stammwerk in Harsewinkel sind ca. 2.300 Mitarbeiter tätig. Das Werk verfügt über eine Betriebsfläche von 400.000 m2. Auf einer der insgesamt vier Montagebahnen werden die aus über 50.000. Bauteilen bestehenden Großmähdrescherbaureihen LEXION 780-740 und 670-620 gefertigt, auf einer weiteren Bahn die Mähdrescherbaureihen TUCANO 570-320, AVERO 240/160 und DOMINATOR 40. Auf zwei anderen Montagebahnen entstehen die JAGUAR Feldhäcksler Baureihen 980-930 und 870-840 sowie die bis 530 PS starken 4x4-Großtraktoren XERION 5000-4000.

CLAAS Futtererntemaschinen aus Bad Saulgau (Deutschland)
Im oberschwäbischen Bad Saulgau, in der größten zusammenhängenden Grünlandregion Europas, produziert CLAAS mit 550 Mitarbeitern das gesamte Portfolio seiner Futtererntetechnik: DISCO Scheibenmähwerke, VOLTO Wender, LINER Schwader und CARGOS Kombi- und Häckseltransportwagen. Darüber hinaus entstehen dort die Häckselaggregate und ein breites Angebot an Vorsatzgeräten für den JAGUAR Feldhäcksler. Zum Werk gehört auch eines der modernsten Produktentwicklungszentren weltweit. Dort entstanden ist beispielsweise der Mähbalken MAX CUT, das Herzstück der DISCO Mähwerke. Ergänzend dazu wurde im Jahr 2017 eine komplett neue Test- und Referenzstrecke zur Prototypenerprobung gebaut.

Elektronikentwicklungszentrum in Dissen (Deutschland)
In den neuen Standort der CLAAS E-Systems hat CLAAS im niedersächsischen Dissen einen zweistelligen Millionenbetrag investiert. Bereits im Jahr 1998 hatte CLAAS eine der führenden Agrarsoftware-Firmen akquiriert und erfolgreich in die Gruppe integriert. Seitdem ist unter dem Markennamen EASY ein leistungsfähiges Angebot an effizienzsteigernden Technologien entstanden. CLAAS wurde zu einem der führenden Anbieter von Lösungen im sogenannten „Precision Farming“ und gewann für seine Innovationen zahlreiche Preise.

CLAAS Industrietechnik (CIT) aus Paderborn (Deutschland)
Die CIT ist der führende Systemlieferant in den Bereichen Antriebstechnik und Hydraulik der CLAAS Gruppe. Am Standort Paderborn entwickeln und produzieren über 600 Mitarbeiter kunden- und branchenspezifische Lösungen. Die innovativen Systemlösungen werden in der Landtechnik, Kommunaltechnik, in Baumaschinen und vielfältigen Industrieanwendungen eingesetzt. Somit liefert die CIT auch weltweit an bedeutende OEMs außerhalb der CLAAS Gruppe. Das wohl bekannteste Produkt ist das TERRA TRAC Raupenlaufwerk für den CLAAS LEXION Mähdrescher, das seit 2018 für den JAGUAR Feldhäcksler und voraussichtlich im nächsten Jahr auch für den AXION 900 Traktor verfügbar sein wird. Seit 2013 hat die CIT ein eigens entwickeltes und gefertigtes stufenloses Getriebes für Traktoren im Portfolio.

CLAAS Parts Logistics Center in Hamm (Deutschland)
In Hamm-Uentrup liegt, verkehrsgünstig an der Autobahn, seit 2000 das CLAAS Parts Logistics Center. 275 Mitarbeiter versenden von dort Ersatzteile in mehr als 100 Länder. Im Logistics Center liegen ca. 160.000 verschiedene Teile auf 70.500 m2 Lagerfläche bereit. 97% aller Bestellungen erreichen innerhalb von 24 Stunden ihren Bestimmungsort.

CLAAS Traktoren aus Le Mans (Frankreich)
Einen großen Wachstumssprung machte die CLAAS Gruppe im Jahr 2003 durch die Übernahme der Mehrheit am französischen Traktorenproduzenten Renault Agriculture. Heute besitzt CLAAS eine umfangreiche Palette von modernen Traktoren im Vertriebsprogramm. Das Unternehmen wuchs seinerzeit um über 600 Mio. € Umsatz und ca. 2.000 Mitarbeiter. Die komplette Übernahme von Renault Agriculture erfolgte 2008. Heute stellen die Mitarbeiter in Frankreich mehr als ein Viertel der CLAAS Belegschaft. Derzeit werden in Le Mans die Traktorbaureihen AXION 950-920, AXION 870-800,
ARION 650-530, ARION 460-410 und ATOS 350-220 produziert, die insgesamt einen Leistungsbereich von 72 bis 410 PS abdecken.

CLAAS Pressen aus Metz (Frankreich)
400 Mitarbeiter fertigen im CLAAS Werk in Metz, das seit 1958 unter dem Namen Usines CLAAS France S.A., Pressen für die Landwirtschaft. Das Programm umfasst die Quaderballenpressen-Baureihe QUADRANT sowie die Rundballenpressen-Baureihen ROLLANT und VARIANT. Die größte Investition in jüngster Zeit stellt die Farbgebungsanlage dar. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie CO2-neutral ist, einen geringen Energiebedarf hat und einen neuen Standard in Qualität und Nachhaltigkeit setzt. Dank der Mix-Montage ist Usines CLAAS France in der Lage, jeden Pressentyp jeden Tag zu produzieren.

Schneidwerke für Mähdrescher aus Törökszentmiklós (Ungarn)
CLAAS übernahm den Produktionsstandort für Landmaschinen im ungarischen Törökszentmiklós im Jahr 1997. Seitdem entwickelte sich das Werk zum Entwicklungs- und Produktionszentrum für Mähdrescher-Schneidwerke und Schneidwerkstransportwagen der gesamten Gruppe. In Törökszentmiklós sind ca. 700 Mitarbeiter beschäftigt.

LEXION Mähdrescher aus Nebraska (USA)
Ende der 90er Jahre entstand eine neue Fabrik für Mähdrescher in Omaha im US-Bundesstaat Nebraska. CLAAS hat hier auf ehemaligem Farmland in der Nähe des Missouri eine Produktionsstätte für die LEXION Mähdrescher aufgebaut. Die Produktion liegt inmitten der größten Getreideanbaugebiete der USA. Die LEXION Mähdrescher werden auf dem ganzen nordamerikanischen Markt verkauft.

CLAAS Mähdrescher aus Faridabad und Chandigarh (Indien)
In Faridabad, nahe der Hauptstadt Neu-Delhi, läuft seit 1995 der CROP TIGER 30 als Raupenlaufwerk- und Reifenversion vom Band. Außerdem baute CLAAS im Jahr 2008 im Norden von Indien, im Bundesstaat Punjab, eine neue Produktion auf. In dem Werk in Morinda in der Nähe von Chandigarh werden hauptsächlich Mähdrescher vom Typ CROP TIGER 60 hergestellt. Märkte für die in Chandigarh gefertigten Maschinen liegen außer in Indien auch in Südkorea, Thailand und afrikanischen Ländern.

CLAAS Erntemaschinen aus Gaomi (China)
CLAAS hat im Januar 2014 die mehrheitliche Übernahme des chinesischen Landtechnikproduzenten Shandong Jinyee Machinery Manufacture Co. Ltd (Jinyee) in der Stadt Gaomi, Provinz Shandong, erfolgreich abgeschlossen. Seit Januar 2017 agiert das Unternehmen mit rund 1.000 Mitarbeitern als hundertprozentige CLAAS Tochter unter dem Namen CLAAS Agricultural Machinery (Shandong) Co. Ltd. Der Standort in Gaomi umfasst die komplette Wertschöpfungskette der dort produzierten Produkte, hauptsächlich für die Mais- und Weizenernte. Teams aus Forschung und Entwicklung, Engineering, Produktion sowie Vertrieb, Service und Ersatzteile entwickeln die Produkte der chinesischen Marke CHUNYU stetig weiter und versorgen die rund 200 CHUNYU Vertragshändler. Auch die CLAAS MARKANT Presse wird in einem eigenen Produktionsbereich gefertigt.

CLAAS Mähdrescher und Traktoren aus Krasnodar (Südrussland)
2005 war als erster westlicher Landtechnikhersteller mit einer eigenen Fertigung in Russland präsent. Das Werk in Krasnodar ist 2015 deutlich ausgebaut worden. CLAAS investierte dort rund 120 Millionen Euro. Die neue Produktionsfläche ist rund neunmal so groß wie die der bisherigen Fabrik und beträgt rund 45.000 m2. Damit steigt das Produktionsvolumen auf bis zu 2.500 Mähdrescher und Traktoren pro Jahr. Dank eines speziellen Investitionsvertrags, der im Juni 2016 unterzeichnet wurde, erhält CLAAS den offiziellen Status eines "vaterländischen Herstellers“ und bekommt für seine Mähdrescher vergleichbare staatliche Finanzierungsbeihilfen wie die einheimischen Produzenten.